Ein neuer Name und viele „Oscars“

Jugendchor Illerberg-Thal feiert Zehnjähriges unter neuem Namen: „Stimmwerk“ Von Dorothea Zel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Illerberg-Thal Mit dem Stück „Also sprach Zarathustra“ eröffnete musikalisch imposant das Jugendorchester „WITA“ der Musikkapellen Wullenstetten, Illerberg, Thal und Aufheim das Jubiläumskonzert des Jugendchors Illerberg-Thal. „Wir wollen nicht nur uns heute feiern, sondern mit euch zusammen den Abend genießen.“ So begrüßten Julia Danner und Franziska Hermann, die zahlreichen Besucher in der Illerberger Mehrzweckhalle. Hubert Kast, Vorsitzender des MGV Illerberg-Thal, würdigte das große Engagement von Stefanie Billmayer-Frank. „Sie hat sich ihren Traum vom Jugendchor mithilfe des MGV Illerberg-Thal vor zehn Jahren erfüllt. Der Chor ist aus unserer Mitte nicht mehr wegzudenken.“

Das Geburtstagskind ließ sich vom Orchester WITA unter der Leitung von Rani Rezek begleiteten. Dynamisch und schwungvoll untermalte das Orchester den abendlichen Ablauf und begeisterte so das Publikum.

Ein Highlight des Abends war die Oscar-Preisverleihung. Wolfgang Gutter zeichnetedie besten männlichen Darsteller aus. Schmunzelnd meinte er, er habe nie gedacht, dass es so schwer sei, bei so viel weiblicher Schönheit, junge Männer in den Chor zu locken. „Wäre ich nur ein zwei Jahre jünger, mich könnte nichts mehr halten.“ So wurden Lucas Jall und Achim Frank „die Männer der ersten Stunde“ mit einem Oscar ausgezeichnet.

Ein vielfältiges, musikalisches Programm – mit Chorsätzen aus dem 16. Jahrhundert wie „Mit Lieb’ bin ich umfangen“ und „Come again“, die nett „alte Schinken“ genannt wurden – füllte den ersten Musikblock. „Sie waren in zehn Jahren Chorgeschichte öfters bei der Probe anwesend als ich.“ Mit diesem Satz überreichte Dirigentin Stefanie Billmayer-Frank einen weiteren Oscar an das Geschwisterpaar Julia und Lisa Danner.

Musikalische Leckerbissen des Chors, wie „Breaking up is hard to do“, „Mr. Postman“ und afrikanische Rhythmen, umrahmten die Preisverleihung. Stellvertretend für den Männergesangverein nahmen Hubert Kast und Volker Köhler als bester Fanklub ihren Oscar entgegen. Die letzte Auszeichnung für die beste Musik ging an das Orchester WITA.

Zentraler Punkt an diesem Abend war jedoch die Namensgebung des 2001 gegründeten Jugendchors Illerberg-Thal. Darin sollte nicht zwanghaft „Chor“ stehen, und so verkündete man feierlich den bei einer Konzertreise gefundenen Namen. „Wir heißen jetzt Stimmwerk!“ Gerhard Leopold, Vorsitzender des Iller-Roth-Günz- Sängerkreises, findet es schön, dass man „einen solchen prägnanten, deutschen Chornamen“ gefunden hat.

Quelle: Neu-Ulmer Zeitung 29. November 2011